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Urbanes Arbeiten

Von modernem Büro bis zur Werkstatt

Die HafenCity hat sich zu einem vielseitigen urbanen Arbeitsort mitten in Hamburg entwickelt. Statt eines reinen Büro- oder Gewerbestandortes finden sich hier moderne Arbeitswelten eingebettet in einen lebendigen Stadtteil mit Wohnen, Bildung, Kultur, Freizeit und öffentlichen Räumen. Die besondere Lage am Wasser, die hohe Aufenthaltsqualität sowie die enge Verzahnung unterschiedlicher Nutzungen machen die HafenCity zu einem attraktiven Standort für Unternehmen, Beschäftigte, Start-ups und Wissenseinrichtungen. Urbanes Arbeiten bedeutet hier kurze Wege, vielfältige Begegnungen und ein Arbeitsumfeld, das Produktivität und Lebensqualität miteinander verbindet.

Unternehmensstandort HafenCity

2025 waren nach einer Statistik der Handelskammer Hamburg rund 4.800 Unternehmen in dem neuen Stadtteil, zu dem auch das Weltkulturerbe Speicherstadt gehört, ansässig. Die HafenCity vereint Konzernzentralen, größere Unternehmensstandorte sowie eine Vielzahl mittlerer und kleiner Unternehmen. Auf eine starre Clusterstrategie wurde bewusst verzichtet, dennoch haben sich Schwerpunkte unter anderem in den Bereichen Logistik, maritimer Sektor, Energie, Medien und IT herausgebildet.

Neben großen Konzernzentralen wie dem Medienhaus Der Spiegel an der Ericusspitze sind hier zahlreiche Unternehmen aus dem maritimen Sektor vertreten – darunter Kühne + Nagel, COSCO SHIPPING Lines und DNV-GL. Weitere namhafte Akteure sind das Traditionshandelshaus Gebr. Heinemann, die Energiefirmen Vattenfall und Enerparc sowie die Immobilienfirma Engel & Völkers. Mit DATEV und den IT-Services von Kühne + Nagel ist zudem der IT-Bereich stark vertreten.Zudem prägen Organisationen wie Greenpeace, die Loki-Schmidt-Stiftung und die Deutsche Wildtierstiftung die Quartiere.

Ergänzt wird dieses Spektrum künftig durch weitere bedeutende Unternehmen: Die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) baut eine neue Deutschlandzentrale in der HafenCity, und auch die Hamburg Port Authority gehört zu den künftigen Nutzern. Diese Vielfalt macht die HafenCity zu einem robusten und zukunftsfähigen Unternehmensstandort, der sowohl internationalen Konzernen als auch kleineren Betrieben Raum bietet.

Als Teil der städtischen Infrastruktur tragen auch die zahlreichen Hotels zum Unternehmens- und Arbeitsstandort bei. Die großzügigen und vielfältig nutzbaren öffentlichen Räume ergänzen das Arbeitsumfeld als Orte der Begegnung und Erholung.

Nutzungsmischung als Grundlage des Arbeitsstandorts

Im Unterschied zu vielen klassischen Büroquartieren wird die HafenCity bewusst nicht als monofunktionaler Arbeitsstandort entwickelt. Auf Grundlage der intensiven Mischung aus Arbeiten, Wohnen, Bildung, Kultur, Einzelhandel, Gastronomie, Freizeit und Tourismus werden meist auch innerhalb einzelner Gebäude, unterschiedliche Nutzungen kombiniert.

Ein besonderer Fokus liegt auf öffentlich zugänglichen Erdgeschosszonen. Einzelhandelsflächen, Gastronomie, Dienstleistungen oder kulturelle Angebote sorgen für Lebendigkeit und Austausch im Alltag. Die verbindlich festgelegten, großzügigen Erdgeschosshöhen sowie die Verpflichtung der Bauherrinnen, passende Nutzungen zu integrieren, schaffen die baulichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für diese Durchmischung. So entsteht ein Arbeitsumfeld, das nicht nur tagsüber funktioniert, sondern den Stadtteil ganztägig belebt. Auch zahlreiche inhabergeführte Geschäfte, Modelabels und Craft-Shop mit teilweise angeschlossenen Werkstätten gehören zur HafenCity.

Neue Arbeitswelten und Innovation

In den vergangenen Jahren hat sich die HafenCity zunehmend als Standort für Start-ups und innovative Geschäftsmodelle etabliert. Junge Unternehmen und Venture-Capital-Akteure schätzen die inspirierende Umgebung ebenso wie die räumliche Nähe zu etablierten Unternehmen. Spezialisierte Coworking- und Innovationsformate ergänzen das Angebot, etwa in den Bereichen Fintech oder Food. Zu einem besonderen Schwerpunkt für moderne Bürowelten entwickelt sich das Quartier Elbbrücken. Gebäude wie das EDGE HafenCity und EDGE Elbside setzen auf modulare Flächen und smarte Technologien, die sowohl langfristige Büroanmietungen als auch temporäres Coworking ermöglichen.

Vom Hafen zum urbanen Arbeitsort

Diese heutige Bild des Gebiets steht in starkem Kontrast zu dem der Vergangenheit. Über viele Jahrzehnte war es ein Ort harter Hafenarbeit, geprägt von Umschlag, Lagerung und Industrie. Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, der Wiederaufbau und schließlich die Containerisierung führten dazu, dass die innenstadtnahen Hafenflächen ihre ursprüngliche Bedeutung verloren. Mit dem Senatsbeschluss von 1997, das ehemalige Hafenareal zu einem neuen Stadtteil zu entwickeln, begann die Transformation zum urbanen Arbeits- und Lebensort.

Quartiere

Brooktorkai/Ericus

An der Schnittstelle zu Speicherstadt und Hauptbahnhof ist das Quartier Brooktorkai/Ericus ein beliebter Unternehmensstandort.

Stadtentwicklung

Kunst und Kultur

Die besondere Bedeutung kultureller Wegbereitung für die Stadtentwicklung

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