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Quartier Elbbrücken: Nachhaltiges Wohnen auf Basis neuer Technologien

01.12.2021
Besondere Nachhaltigkeitsansprüche gepaart mit einem außergewöhnlich hohen Anteil an geförderten Wohnungen - dies kennzeichnet das mischgenutzte Gebäude der PATRZIA AG, welches unmittelbar am Amerigo-Vespucci-Platz im Quartier Elbbrücken entstehen wird. Etwa 22.500 qm umfasst das Vorhaben, das vor allem auf die Einsparung grauer Emissionen und einen verringerten Ressourcenverbrauch in der Bauphase sowie eine zukünftige Recyclingfähigkeit im Sinne des zirkulären Bauens abzielt. 
Erstmals überhaupt soll bei einem Gebäude Gradientenbeton zum Einsatz kommen. Die neue Technologie greift mit der organischen Struktur des Knochenbaus ein Vorbild der Natur auf - mit der Absicht, den Materialeinsatz bei Betonbauteilen erheblich zu reduzieren. Neben einer klimaschonenden Bauweise besticht das Projekt durch die hohe soziale Wohnraumförderungsquote von vierzig Prozent, ergänzt durch freifinanzierte Mietwohnungen, eine Kita sowie gewerbliche und publikumsbezogene Nutzungen.

Die Bauherrin PATRIZIA AG hat im Einvernehmen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und der HafenCity Hamburg GmbH einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb für das Baufeld 108 ausgelobt, zu dem sechs Architekturbüros aus dem In- und Ausland eingeladen waren. Aus diesem ist das Berliner Architekturbüro Kim Nalleweg Architekten siegreich hervorgegangen.

Der Entwurf steht laut Jury für ein nachhaltiges, lebendiges Wohngebäude, das zudem hohe ästhetische Ansprüche erfüllt. Begrünte und mit aufgeständerten PV-Anlagen versehene Dächer tragen den Nachhaltigkeitskriterien Rechnung, ebenso wie die additive, modulare Bauweise, welche Flexibilität und Rückbaubarkeit der Ausbauten und Fassaden ermöglicht. Aufgrund dieser Eigenschaften fügt sich der Entwurf zudem sehr gut in das städtische Umfeld am Amerigo-Vespucci-Platz sowie des gesamten Quartiers Elbbrücken in der HafenCity ein.